Ein britischer Offizier soll in einem Kloster in Tibet Übungen entdeckt haben, die dort als Quelle ewiger Jugend gelten. Es gibt ein Buch darüber „ Die Fünf Tibeter“ , das sehr erfolgreich weltweit verkauft wurde. Auch in Deutschland war es in den Bestsellerlisten. Es gibt sogar einen Fünf-Tibeter-Dachverband in München. Allerdings wird von ihm bezweifelt, dass die Übungen aus einem Kloster kommen, auch der britische Offizier ist vermutlich frei erfunden. Die Übungen kommen dem Anschein nach aus dem Yoga.
Experten des Deutschen Wellnessverbandes finden es in jedem Fall gut, wenn man sich überhaupt bewegt, egal, was man macht. Sie sind der Meinung, diese Übungen sind auch sehr gut, um Stress abzubauen. Es sei oft sogar leichter, durch körperliche Tätigkeit die innere Ruhe zu finden als durch Meditieren, so die Experten. Aufpassen sollte nur, wer Rückenprobleme hat. Lieber vorher den Arzt fragen!
Der Fünf-Tibeter-Verband rät Einsteigern, die Übungen erst mal bei lizensierten Trainern zu lernen. Man sollte sie auch nur soweit ausführen, wie man das Gefühl hat, dass es gut tut. Anfangs wird jede Übung dreimal wiederholt, dann soll man sich steigern, pro Woche zweimal mehr, bis man auf 21 Mal pro Übung kommt. Natürlich nur, wenn es gesundheitlich möglich ist.
Hier einige Übungen zum Vorstellen. Es ist wirklich so, dass einige aus dem Yoga bekannt sind.
Der Kreisel: Die Arme in Schulterhöhe seitlich ausstrecken und sich im Uhrzeigersinn langsam um die eigene Achse drehen. Um nicht schwindlig zu werden, gibt es einen Trick: Einen bestimmten Punkt an der Wand fixieren und diesen so lange anschauen, wie es die Drehung erlaubt. Danach wieder den Punkt anschauen. Um anschließend zur Ruhe zu kommen, die Handflächen vor der Brust zusammenführen und kurz die Daumen betrachten.
Die Kerze: Eigentlich eine altbekannte Übung. Flach auf dem Boden ausstrecken, die Arme liegen seitlich neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach unten. Nun den Kopf heben und das Kinn in Richtung Brust pressen. Man muss nur darauf achten, dass der Körper flach auf dem Boden bleibt. Gleichzeitig die Knie anwinkeln und versuchen, die Beine nach oben auszustrecken. Es ist nicht schlimm, wenn man die Knie nicht ganz durchgedrückt bekommt. Wichtig: Beim Anheben der Beine einatmen, beim Ablegen ausatmen.
Der Halbmond: Hinknien, die Beine sind hüftbreit aufgestellt. Die Zehen zeigen nach vorn. Dann die Hände auf die Rückseite der Oberschenkel legen oder seitlich auf die Pobacken. Um den Rücken zu stützen, kann man auch die Hände auf den unteren Rücken legen. Den Kopf nach vorn neigen Richtung Brust, dann behutsam wieder nach hinten führen in den Nacken. Dabei den Rücken etwas durchdrücken. Bei der Bewegung nach hinten ausatmen.
Die Brücke: Mit geradem Rücken auf den Boden setzen. Die Beine hüftbreit ausstrecken, die Hände mit den Handflächen nach unten neben dem Gesäß auf den Boden aufstützen. Nun das Kinn zuerst Richtung Brustbein drücken, danach langsam den Kopf in den Nacken sinken lassen. Gleichzeitig die Hände auf den Boden pressen, das Becken anheben und die Füße aufstellen. Kurz alle Muskeln anspannen und sich dann behutsam aus der Brückenposition lösen. Beim Rücken nach oben drücken einatmen und beim Senken ausatmen.
Der Berg: Auf den Bauch legen, das Gesicht zum Boden gerichtet. Dann die Hände in Schulterhöhe aufstützen, die Beine liegen hüftbreit auseinander, die Zehen sind aufgestellt. Nun den Kopf sanft in den Nacken beugen, vom Boden abdrücken und den Po nach oben strecken. Der Körper sieht nun wie ein umgedrehtes V aus. Man sollte versuchen, die Fersen Richtung Boden zu pressen. Einatmen, wenn die V-Position erreicht ist, beim Verlassen der Position ausatmen.
Viel Erfolg und innere Ruhe!

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