In der Vergangenheit galt immer die Regel, dass bestimmte Erkrankungen eine sportliche Betätigung ausschließen. Auch wenn heute noch einige Menschen es unter dem Vorwand, krank zu sein, ablehnen, Sport zu treiben, sind die medizinischen Erkenntnisse inzwischen dort angelangt, dass Sport auch – oder gerade bei Vorerkrankungen sehr sinnvoll ist. Sowohl Asthma als auch Diabetes und Übergewicht schließen inzwischen die sportliche Aktivität nicht mehr aus.

Sport ist grundsätzlich für jeden Menschen gut. Viel Bewegung hält fit und auch eine Krankheitsprophylaxe wird durch ausreichende Bewegung betrieben. Aber auch wenn die Krankheit da ist, empfehlen inzwischen immer mehr Mediziner gezielte sportliche Aktivitäten.

Bewegung und Sport ist in vielen Fällen sogar die bessere Therapie im Vergleich zu hochtechnischer Medizin. Durch Sport wachsen im Körper gesundheitsförderliche Zellen und damit können Krankheitsverläufe, wie z.B. auch schmerzende Gelenke, günstig beeinflusst werden und sogar die Lebenserwartung bei vielen Erkrankungen erhöht werden. Wichtig ist allerdings, dass besonders Menschen mit Vorerkrankungen nicht spontan mit Sport starten, sondern hier eine Absprache mit dem behandelnden Arzt treffen, welche Sportarten beim speziellen Krankheitsbild sinnvoll sind.

Bei Asthma beispielsweise kann durch gezieltes Training eine Verbesserung des Gesamtzustandes erzielt werden. Die Sauerstoffaufnahme kann erhöht werden und auch die Sauerstoffverwertung kann eine deutliche Begünstigung erfahren. Wenn sich ein Asthmatiker beispielsweise regelmäßig sportlich betätigt, kann der die Atemnot, die belastungsbedingt erfolgt, reduzieren oder im günstigsten Falle sogar komplett verhindern. Asthmatiker sind prädestiniert für Ausdauersportarten und schon ein regelmäßiger Spaziergang täglich kann sowohl dem Allgemeinbefinden als auch der Leistungsfähigkeit zuträglich sein.


Bei Bluthochdruck bewirkt eine sportliche Betätigung eine Stärkung des Herz- und Kreislaufsystems. Auch die Durchblutung des Herzmuskels erfährt eine Verbesserung. Zudem kann durch regelmäßiges Training der Ruhepuls gesenkt werden – damit im günstigen Falle auch der Blutdruck. Vorteilhaft ist zudem, dass der Trainingseffekt bei regelmäßiger Betätigung sehr lange anhält.

Allerdings müssen gerade Bluthochdruckpatienten auf eine Sportart achten, die rhythmisch und kontinuierlich stattfindet. Dabei ist ein regelmäßiger Puls ebenso anzustreben wie eine gleichmäßige Atmung und eine entspannende Wirkung der gewählten Sportart. Walken oder Schwimmen können für Bluthochdruckpatienten ebenso sinnvoll sein wie Radfahren, Wandern, Gymnastik oder auch gemäßigter Skilanglauf.

Auch auf erhöhte Cholesterin- und Blutzuckerwerte kann gezielter Sport positiven Einfluss nehmen. Die Bewegung wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus. Zudem wird das Körpergewicht günstig beeinflusst und ein Aufbau von Muskelmasse erzielt – allesamt Effekte die sich sowohl auf den Blutfettwert als auch den Blutzuckerspiegel positiv auswirken. Studien konnten inzwischen sogar belegen, dass Menschen mit der sogenannten Altersdiabetes, heute als Typ II-Diabetes bekannt, in günstigen Fällen durch sportliche Betätigung auf ihre Medikamente teilweise verzichten können.

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